Dieser selbstgebaute Käfig aus dem Haushalt von Gaby N. hat folgende Maße: h=250cm, b=160cm, t=70cm.
Die Besonderheit an dieser Bauweise ist, dass der Käfig bei Bedarf, z.B. wenn kranke Tiere von gesunden separiert werden sollen, in mehrere Abschnitte (links und rechts oben, und links und rechts unten) unterteilt werden kann. Die Rück- und Seitenwände des unteren Käfigteils bestehen aus Nut- und Federbrettern (erhältlich in allen gut sortierten Baumärkten), die auf das gewünschte Maß geschnitten werden können. Der Vorteil bei diesem Stecksystem ist, dass sich Bretter leicht austauschen, und bei einem Umzug problemlos trennen und wieder zusammenstecken lassen.
Auf der massiven Bodenholzplatte liegt eine maßgefertigte Blechschublade auf (Kosten ca. 25.- € bis 50.- €). Der übrige Innenraum verfügt hauptsächlich über Sitzbretter, die mit Winkeln befestigt wurden. Des weiteren dienen Äste aus dem Garten (ungespritzt!) als Nageutensilie und auch als Kletterhilfe in die anderen "Stockwerke".

Die Käfigfront besteht aus insgesamt vier Türen, welche von Schanieren gehalten werden. Das Gitter wurde innen angebracht, spitze Ecken einfach abgezwickt und überstehende Nägel abgefeilt, sodass sich die Chinchillas nicht verletzen können.

Auf dem nebenstehenden Foto ist der obere Käfigteil noch einmal separat abgebildet. Diese Abteilung verfügt immerhin noch über eine Höhe von 100 cm.


Bei diesem selbstgebauten Käfig aus dem Besitz von Yvonne Streib nehme man einen alten Kleiderschrank, vorzugsweise mit den Maßen 200 cm x 200 cm, teile diesen in der Mitte und entnehme das komplette Innenleben.einiger Äste und eines Stück Stammes einer gefällten Birke. Brauchbares Holz von Nachbars verfaultem Apfelbaum kann man auch gut gebrauchen. Im Baumarkt besorgt man sich Gitterdraht grob (1cm), Fichtenbretter (unbehandelt), Tonröhren, Alu-Leisten, Plexiglas und reichlich Schrauben. Aus dem Fachhandel benötigt man Zinkblech (für die Bodenwannen)... und als letztes, viel Geduld und Fantasie.
In dem Käfig sitzen je Seite 2 Chinchillas. Da der Käfig 2 m hoch ist, wurde versucht, die Sitzbretter so anzuordnen, dass die Tiere nicht “durchgehend” abstürzen können. Zur "Dämpfung" ist die Lage an Streu doppelt so hoch wie in handelsüblichen Käfigen. Die Futternäpfe sind alle hängend angebracht, damit sich die Tiere bei einem evtl. Sturz auch daran nicht verletzen können. Eine Plexiglasscheibe verhindert im unteren Bereich, dass das Einstreu nach außen fällt. Zudem ist sie klappbar, damit man die Bodenwannen ohne Probleme zum Reinigen herausziehen kann.

Die Käfigkonstrukteure haben die Erfahrung gemacht, dass die Tiere nur ungern zum Urinieren von ganz oben nach ganz unten gehen. Somit sind anfangs die Sitzbretter ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden.Deshalb wurden im mittleren Bereich des Käfigs "Toiletten" eingebaut (kleine Zinkwannen mit Streu gefüllt), in der Hoffnung, dass die Tiere dies auch als solche annehmen. Und siehe da, es hat geklappt!

Im unteren Bereich befindet sich eine Schaukel (eine ausgehöhlte Baumscheibe), welche die Tiere mit Vorliebe nutzen! An den Futterplätzen wurden Steine (Bruchsteine) ausgelegt, die die Chinchillas mit Freuden angenommen haben.

Links sehen Sie einen der Käfigteile bei geöffneten Käfigtüren.

Auf der rechten Seite finden Sie eine Detailansicht. Deutlich zu erkennen sind die Birkenäste, die kleine Höhle sowie eine der im oberen Bereich des Käfigs montierten “Chinchilla-Toiletten”.


Falls auch Sie ihre Erfahrungen beim Käfigbau oder -kauf mit anderen teilen wollen, so schicken Sie einfach eine Mail an Kaefigbau@chinchillaburg.com

Folgende Angaben wären dabei hilfreich:
- Maße des Käfigs
- Baumaterial
- kurze Baubeschreibung
- ungefähre Kosten
- bei einem Kaufkäfig: Maße, Hersteller, Art des Materials, Kaufpreis


 

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Copyright (Gestaltung, Montagen, Zeichnungen, Fotos, Texte): S. Cremer
Übersetzung ins Spanische: S. Schumacher

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