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Wissenswertes

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Das Projekt
“CHinCHorro”
Der folgende Text macht deutlich, warum Chinchillas in ihrer Heimat geschützt werden müssen und stellt die Arbeit der Organisation dar.
Auf der übernächsten Seite finden Sie Informationen, wie Sie das Projekt finanziell unterstützen können.
Die aktuelle ChinChorro-Gruppe wird Ihnen hier vorgestellt.

    Zum Namen des Projekts: Nicht nur, dass damit auf die alte Chinchorro-Kultur im Norden Chiles verwiesen wird, die Kombination aus der ersten Silbe von Chinchilla und das spanische Wort für Strom “Chorro” verweisen auf den Zweck des Projekts, nämlich das fließende Fortschreiten des Programms zum Schutze der Chinchillas.

Der Pelzhandel, durch wirtschaftliche Interessen vorangetrieben, hat das Chinchilla lanigera an den Rand des Aussterbens gebracht. Der Bestand der getöteten Tiere war über einen längeren Zeitraum bei weitem höher als die Fortpflanzungsrate der Spezies. Diese umfassende, von Menschenhand herbeigeführte Sterblichkeit musste so den natürlichen Sterblichkeitsfaktoren hinzuaddiert werden. Darüber hinaus hatten die in der Umgebung der Chinchillakolonien lebenden Menschen kein Interesse, weder persönlicher noch wirtschaftlicher Art, die Spezies zu schützen. Ganz im Gegenteil, - einige Einheimische gingen der Jagd nach Chinchillas derart extensiv nach, dass der Begriff des “Chinchilleros” fast geläufiger war als der Name der Tierart selbst. Selbst heute sind den Menschen, die in der Nähe des Reservats wohnen, Chinchillas nahezu unbekannt.

Das deutsch-chilenische Projekt “ChinChorro” setzt sich daher u. A. dafür ein, Schüler aus dem nahe des Reservat gelegenen Städtchen Illapel über das Chinchilla zu informieren, um die Erfolgsaussichten dafür zu erhöhen, dass die Schüler ein persönliches Interesse daran entwickeln, ein Tier zu schützen, das vom Aussterben bedroht ist. Ohne die Unterstützung der Einheimischen wird ein Schutz der Tierart auf Dauer nicht von Erfolg sein.
Die Anzahl der ersten ChinChorros, die sich im Herbst 2004 für das Projekt meldeten, lag bei 15 Schülern. Die anfängliche Teilnehmerzahl von 24 hatte sich reduziert, da viele der jungen Freiwilligen schon bald darauf weiterführende Schulen in anderen Städten besuchten. Mittlerweile gibt es eine neue Gruppe von Schülern, die sich im April 2006 formiert hat. Mehr Informationen zum aktuellen Stand erhalten Sie hier.
Im September 2004 erhielt die erste Gruppe die primären Unterrichtsstunden zum Thema wilde Chinchillas.
Am 2. Oktober fand der erste Ausflug ins Reservat statt. An jenem  Morgen gegen 9:30 Uhr startete der Minibus Richtung Reserva Nacional Las Chinchillas.

Eingangs erhielten die Schüler Informationen hinsichtlich der Notwendigkeit des Chinchillareservats. Darüber hinaus wurden sie von einem der Parkhüter der CONAF (staatlich chilenische Forstbehörde) während einer dreistündigen Wanderung durch den botanischen Garten des Reservats über die dort vorzufindende Flora und Fauna informiert. Die Freude war groß als plötzlich ein chilenischer Fuchs gesichtet wurde, des weiteren kreuzten eine kleine Schlange (s. rechtes Foto) und einige Eidechsen sowie Vögel den Weg. Nach der Wanderung gab es zunächst eine kleine Stärkung. Es standen mehrere Fruchtsäfte, Obst sowie Butterbrote zum Verzehr bereit. Schließlich ging es in die Casa Nocturama, wo viele der Schüler zum ersten Mal Chinchillas zu Gesicht bekommen haben. Chinchillas und Chinchillaratten zeigten sich zum Glück von ihrer aktiven Seite, so dass sich die Schüler interessiert um die Stelle scharten, an der die kleinen Nager zu sehen waren. Die Chinchillaratten stahlen den Chinchillas zwar ein wenig die Schau, da neben den adulten Tieren mehrere kleine Jungtiere durch das Geäst eines einheimischen Dornstrauches kletterten, - aber wer will ihnen das verübeln!
Zum Zwecke der Anpflanzungsarbeiten, die die Schüler durchführen sollten, stand danach ein Besuch im Pflanzgarten der CONAF auf dem Programm. Gewächshäuser, wie wir sie aus Europa kennen, sind in Chile weitestgehend unbekannt. Dies hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass dergleichen im Vergleich zur praktizierten Methode wesentlich teurer wäre. Man bemüht sich zwar, Techniken zur automatischen Bewässerung einzubinden, allerdings wird hierbei sehr viel Wasser verbraucht.
Während der zwei Lehrstunden, die vom Leiter des Chinchillareservats, Señor Villarroel, persönlich gegeben wurden, erfuhren die Schüler u.A. etwas über die Unterschiede zwischen der ursprünglichen Pflanzenwelt und der von den Europäern nach der Eroberung Südamerikas eingeschleppten Pflanzenarten. (s. Fotos rechts) Da in Chile z.B. der Eukalyptus vielerorts das Landschaftsbild prägt, nahmen viele Jugendliche erstaunt zur Kenntnis, dass dieser Baum seinen Ursprung in Australien hat und nicht zur nativen Pflanzenwelt Südamerikas gehört. Weiterhin wurde darauf hingewiesen, wie wichtig ein funktionierendes Ökosystem für die einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist. Auch das Thema  Anpflanzungstechnik, so wie es von den Mitarbeitern der CONAF praktiziert wird (s. Foto unten), wurde nicht vernachlässigt. Dabei betonte der Leiter des Chinchillareservats bei seinen Erläuterungen ausdrücklich, welch hohen Wert die Arbeit der Schüler für Natur und Umwelt besitzt. Im Anschluss an die Ausführungen des Reservatleiters konnten die Schüler Fragen an ihn richten.
Die Schüler arbeiteten bei ihrem nächsten Ausflug ins Reservat (Ende Oktober) ausschließlich in dem dort angrenzenden Pflanzgarten. Dort hatten die Mitarbeiter von CONAF Vorbereitungen hinsichtlich der Arbeit der Schüler getroffen und ca. 3000 Samen einheimischer Pflanzen zum Anpflanzen zur Verfügung gestellt.
Zunächst wurde der Abschnitt der Pflanzgartens so präpariert, dass dort später 3000 Pflanzen Platz finden können. Dazu mussten die Schüler mit Hacke und Schaufel arbeiten. Trotzdem es ein heißer Tag war, ging den jungen Freiwilligen die Arbeit schnell von der Hand. Nach derart viel Arbeit, hatten sich alle am Ende einen kräftigen Schluck aus der Wasserflasche verdient!
Des weiteren fanden zwei Ausflüge im November statt, bei denen ausschließlich Samen in eigens dafür vorgesehene Behältnisse gepflanzt wurden. Auch hierbei zeigten die Schüler, dass sie motiviert bei der Sache waren..

Auf den folgenden Fotos (mit freundlicher Genehmigung von S. E. Cerda) können Sie den Stand der Pflanzenanzucht im Januar 2005 betrachten:

Diese etwas mehr als einen Monat alten Pflänzchen benötigen noch viel Pflege und Schutz.

Bei der Kontrolle des Wasserstandes wird auch gleich nachgeprüft, ob die ein oder andere Pflanze umgetopft werden muss. Die Pflanzbehälter können mehrere Jahre für die Anzucht verwendet werden.

Fortsetzung

Sorgfältig werden die Pflanzen bewässert.

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mailto:chinchillaburg@germanynet.de  

Copyright (Gestaltung, Montagen, Zeichnungen, Fotos, Texte): S. Cremer
Übersetzung ins Spanische: S. Schumacher

Letzte Änderung am ... des Monats (08/2007):

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